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Wir Grüne in Breuberg

Land-und Forstwirtschaft

Kaum ein anderer Bereich ist so unmittelbar auf den Erhalt unserer Lebensgrundlagen angewiesen wie die Land- und Waldwirtschaft.

Sie ist daher auch eine der ersten Leidtragenden der Klimakrise, die sich immer weiter zuspitzt. Auch dieses Jahr haben viele Bäuerinnen und Bauern in vielen Teilen Deutschlands mit extremer Trockenheit zu kämpfen.

Um die Landwirtschaft der Zukunft wird hierzulande heftig gestritten.

Die Agrarpolitik der Gegenwart versucht, nationale Interessen mit kleinteiligen Reparaturprozessen zu verbinden. Sie ist auf akuten Ausgleich bedacht und führt daher auf lange Sicht oft in die Irre. Was aber, wenn Politik nicht nur den nächsten Schritt, sondern das ferne Ziel in den Blick nähme – und dann ihre Schritte konsequent daraufhin prüfen würde, ob sie zu diesem Ziel führen? Wenn sie im Ansatz utopisch wäre, im Kern aber pragmatisch?

Er weiß,inzwischen „.. es gibt keine lila Michkühe“.

Die Landwirtschaft der Zukunft, darin sind sich die Experten einig, wird viele Werkzeuge brauchen: neue Züchtungen für dürre Felder, neue Maschinen für Aussaat und Ernte, neue Medikamente für Nutztiere. Sie wird in Indien oder Kenia anders aussehen als in Deutschland. Sie wird in Bayern anders aussehen als in Schleswig-Holstein. Vor allem aber muss sie klaren, sehr pragmatischen Regeln folgen, die schon jetzt politisches Programm werden sollten.

Wesentlich ist dabei jedoch sowohl, Erzeuger (Landwirte) als auch die Verbraucher werden sich verändern und den Gegebenheiten anpassen müssen.

Es ist eine Frage der Gesellschaft, eine der sinnvollen Globalisierung, der Ethik und des Natur-und Verbraucherschutzes,  

Wir müssen unsere Verbraucherverhalten ändern, dann ändern sich die Voraussetzungen für die Landwirte, einer Überproduktion welcher Art auch immer, die dann teilweise nicht abgenommen wird,kann sich auch der Handel nicht entziehen.

Auch ist es wenig Umweltpolitisch – logisch, warum an Fleisch aus Argentinien, zu geringen Preisen kaufen kann, wenn dasselbe Fleisch auch von Landwirten aus der Region bezogen werden kann.

Landwirtschaft ist immer in irgendeiner Weise gelebter auch Natur-und Umweltschutz, deshalb müssen wir unsere Landwirte unterstützen. Das kann schon dadurch wieder geschehen, dass wir sinn-und wertvolle Lebensmittel beim oder vom Erzeuger der Region kaufen und nicht einfliegen lassen.


 

Die Forstwirtschaft muß sich der Zukunft des Waldes stellen.

Durch den zweiten Dürresommer in Folge droht jetzt ein Waldsterben in einem Ausmaß, wie wir es noch nicht gesehen haben. Dabei könnte uns eine richtige Nutzung des Landes im Kampf gegen die Klimakrise unterstützen

Wir wollen aber die hohe ökologische Qualität der Waldbewirtschaftung im hessischen Staatswald sowie die Transparenz für die hessischen Bürgerinnen und Bürger noch weiter ausbauen“. „Mit der Bereitstellung von 10 % der Staatswaldflächen für die natürliche Waldentwicklung als Beitrag zu Umweltschutz und Biodiversität kommen wir in Hessen unserer besonderen Verantwortung nach, die wir mit einem sehr hohen Staatswald-Anteil mit ausgedehnten Laubwäldern haben“.

Anders als bisher oft behauptet zeigten neue Studien, dass mit zunehmendem Alter und wachsender Artenvielfalt auch die Fähigkeit eines Waldes zunehme, Kohlenstoff zu speichern. Zum Erreichen der Naturschutzziele und zum Erhalt der Artenvielfalt seien Wälder mit natürlicher Waldentwicklung ein wichtiger Baustein.

Diese Wälder dienten als Rückzugsgebiete und Quellgebiete für Artenvielfalt: „Sie tragen zum dringend benötigten Biotopverbund in Deutschland bei und erhöhen auf diese Weise auch die Anpassungsfähigkeit der heimischen Flora und Fauna an den Klimawandel. Mit der Stilllegung von 10 % der Flächen des Staatswaldes erreichen wir bisher etwa 3,5 % ungenutzter Waldfläche in Hessen insgesamt.“

Aufgrund der Stilllegung müsste auch nicht mehr Holz an anderer Stelle eingeschlagen werden, um finanzielle Einbußen auszugleichen, denn die Landesregierung unterstütze HessenForst mit Kompensationszahlungen. Ebenso sei die Angst vor höheren Importen von Holz mit fragwürdiger Herkunft unbegründet.

Das Sturmtief Friederike sowie die Klimakrise stelle die hessische Forstwirtschaft vor besondere Herausforderungen: „Darum wollen wir, dass sich die Landesregierung für eine weitestgehende Ausnutzung des Forstschäden-Ausgleich-Gesetztes im Bund stark macht und befürworten, dass die Landesregierung Konzepte zur konservierenden Holzlagerung entwickelt und Pilotverfahren wie entrindende Harvester-Köpfe testet.