GRÜNE Breuberg und Höchstfordern: Wiederherstellung der Anbindung von Hainstadt an Wochenenden, Ausbau des Angebots sowie Unterhalt und Pflege der Haltestellen.
Der Breuberger Ortsteil Hainstadt ist seit dem Jahreswechsel an den Wochenenden ganz ohne Busverbindung. Unter den 1.500 Einwohnerinnen und Einwohnern regt sich Unmut. Wir, die GRÜNEN Ortsverbände Breuberg und Höchst, setzen uns dafür ein, schnellstmöglich wieder einen Busanschluss Richtung Höchst und Mömlingen herzustellen. Dazu braucht es nicht die Wiedereinführung des bisherigen Umweges der Linie 21 (Höchst-Lützelbach), sondern einen Betrieb der Linie 20 (Höchst-Mömlingen) auch am Wochenende mit guter Taktung und weiterem Anschluss Richtung Obernburg und Aschaffenburg.
Es kommt aber auch darauf an, die Nutzung von Bus und Bahn insgesamt attraktiver zu machen: Wir begrüßen daher die Gestaltung der neuen Bushaltestellen rund um den Kreisverkehr am Montmélianer Platz in Höchst mit Sitzgelegenheiten und Regenschutz. Doch auch die bestehenden Wartehalten sollten regelmäßig gepflegt werden: Anfang 2018 etwa wurden am Busbahnhof in Höchst drei Glaselemente der Wartehäuschen zerstört. Seit nunmehr acht Jahren (!) ist keine Reparatur durch die OREG erfolgt. Dass der Einsatz der Höchster Politik und Verwaltung für einen attraktiven ÖPNV nicht ausreicht, zeigt sich auch daran, dass der Bahnhofsbereich insgesamt durch Vandalismus, Müll und defekte Infrastruktur geprägt ist. In der Gemeinde Breuberg sind die Bushaltestellen in einem deutlich gepflegteren Zustand. Zuständig für den Bahnsteig des Höchster Bahnhofs und weite Teile des Umfelds ist die DB Netz. Vom RMV und der lokalen Politik erwarten wir, dass diese sich gegenüber der DB Netz für einen sicheren, sauberen und gepflegten Zustand von Bahnhof, Fahrradabstellanlagen und Umfeld einsetzen.
„Ein attraktiver ÖPNV ist ein wichtiger Baustein für die soziale Teilhabe und Lebensqualität, gerade auch von Jugendlichen. Wer keinen Führerschein hat oder aus finanziellen Gründen kein Auto nutzen kann, ist auf verlässliche Mobilität angewiesen. Und gerade, weil deutschlandweit weniger als 20 Prozent der Bevölkerung keinen Zugang zu einem Auto haben, darf Mobilität nicht zum sozialen Ausschlusskriterium werden.“, so Judith Schreck, Spitzenkandidatin der Breuberger Grünen bei der anstehenden Kommunalwahl. Wolfram Beck, Listenplatz 2 für die Höchster Grünen ergänzt: „Der ÖPNV ist im Odenwaldkreis für zahlreiche Menschen auch an Wochenenden eine wichtige Alternative zum Individualverkehr. Neben zuverlässigen Verbindungen tragen saubere und gepflegte Wartehallen zur Attraktivität bei.“
Wer einmal, sogar weitab der Bahnstrecken, in Österreich oder der Schweiz unterwegs war, weiß, dass es besser geht: Auch in ländlichen Gegenden gibt es dort meist gut getaktete, verlässliche Busverbindungen sowie gepflegte Fahrzeuge und Haltestellen. Im benachbarten Baden-Württemberg hat sich Vieles getan. Und auch im Odenwaldkreis könnte es anders gehen: Dies fordert z. B. der Arbeitskreis Mobilität der Grünen immer wieder ein (https://www.gruene-odenwald.de/gruene-kritisieren-fehlende-fortschritte-beim-nahverkehrsplan-im-odenwaldkreis/) und hat mit großer Beteiligung der Odenwälder*innen konkrete Vorschläge gemacht (https://www.gruene-odenwald.de/wp-content/uploads/2024/01/AK-Mob-Papier-Vorschlaege-Nahverkehrsplan.pdf). Diese Verbesserungen kosten Geld. Daher setzen wir GRÜNEN uns konsequent für eine bessere Finanzausstattung der Kommunen ein: https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/dateien/downloads/autor_innenpapiere/301025-AP-Endlich_machen-Kommunen_st%C3%A4rken.pdf | https://www.gruene-odenwald.de/wp-content/uploads/2026/01/Wahlprogramm-2026_Gemeinsam-Zukunft-gestalten_FINAL.pdf (S.25)
Artikel kommentieren